Der Kampf der Ignoranz
von Edward Said
ZNet 25.04.2002

Im Sommer 1993 erschien in einer Ausgabe der Zeitschrift Foreign Affairs Samuel Huntingtons Artikel "The Clash of Civilizations?", wo er sofort überraschend viel Aufmerksamkeit und Reaktionen hervorrief. Da der Artikel dazu gedacht war, den Amerikanern eine originelle These über eine "neue Phase" in der Weltpolitik für die Zeit nach dem Ende des Kalten Krieges zu liefern, schien Huntingtons Argumentation bestechend weitreichend, kühn, ja sogar visionär zu sein. Ganz offensichtlich hatte er seine Aufmerksamkeit auf die Rivalen unter den politisch einflussreichen Ideologen gerichtet, auf Theoretiker wie Francis Fukuyama und seine Theorie über "das Ende der Geschichte" und die Legionen begeisterter Befürworter des Beginns von Globalisierung und Tribalismus und der Auflösung des Staates. Seiner Meinung nach hatten sie aber nur Teilaspekte dieser neuen Zeit verstanden. Er dagegen wollte den "wichtigen, ja zentralen Aspekt" dessen verkünden, was "wohl in den kommenden Jahren die Weltpolitik bestimmen wird". Ohne Zögern fuhr er fort:
"Meine Hypothese ist, dass Konflikte in dieser neuen Welt nicht mehr primär ideologisch oder wirtschaftlich bedingt sein werden. Die großen Trennlinien innerhalb der Menschheit und die dominierende Konfliktquelle werden kultureller Natur sein. Zwar werden Nationalstaaten weiterhin als die mächtigsten Akteure das Weltgeschehen bestimmen, aber die Hauptkonflikte der Weltpolitik werden zwischen Staaten und verschiedenen Kulturkreisen stattfinden. Die Weltpolitik wird vom Kampf der Kulturen bestimmt werden. Die Konfliktlinien werden künftig entlang der Bruchstellen zwischen den Kulturen verlaufen."
Im Folgenden waren die meisten Argumente auf eine vage Idee von etwas, was Huntington "kulturelle Identität" und "die Interaktion zwischen sieben oder acht [sic] Großkulturen" nennt, aufgebaut, wobei er seine Aufmerksamkeit hauptsächlich dem Konflikt zwischen zweien von ihnen, dem Islam und dem Westen, zuwendet. Für diesen kriegerischen Gedanken stützt er sich hauptsächlich auf einen 1990 erschienenen Artikel Bernard Lewis„, des Veteranen unter den Orientalisten. Die ideologische Einfärbung zeigt sich schon im Titel des Artikels, "The Roots of Muslim Rage". In beiden Artikeln werden riesige Einheiten, genannt "der Westen" und "Islam", rücksichtslos personifiziert, als ob so komplizierte Sachverhalte wie Identität und Kultur in einer cartoonähnlichen Welt existierten, in der Popeye und Pluto unbarmherzig aufeinander einschlagen, wobei ein Kämpfer, immer tugendhafter als der andere, die Oberhand über seinen Gegner gewinnt. Ganz sicher verschwenden weder Huntington noch Lewis viel Zeit auf die innere Dynamik und Pluralität jeder Kultur oder auf die Tatsache, dass die Hauptauseinandersetzungen innerhalb der meisten modernen Kulturen um Definition und Interpretation derselben gehen; und sie verschwenden auch keine Zeit auf die unattraktive Möglichkeit, dass bei der Anmaßung, für eine ganze Region oder Zivilisation zu sprechen, viel Demagogie und ausgesprochene Ignoranz im Spiel sind. Nein, der Westen ist der Westen und der Islam der Islam.
Nach Huntington stehen die westlichen Entscheidungsträger vor der Herausforderung, sicher zu stellen, dass der Westen immer stärker wird und alle Anderen, vor allem den Islam, ausschaltet. Beunruhigend ist dabei aber besonders Huntingtons Annahme, dass seine Perspektive, nämlich die Welt von einem Beobachtungsposten außerhalb aller alltäglichen Bindungen und versteckten Loyalitäten zu überblicken, die richtige ist, so, als ob alle anderen herumhasteten auf der Suche nach den Antworten, die er schon gefunden hat. Eigentlich ist Huntington ein Ideologe, der "Kulturen" und "Identitäten" zu etwas machen will, was sie nicht sind, nämlich hermetisch geschlossene Einheiten, gesäubert von allen Strömungen und Gegenströmen, die die Geschichte der Menschheit beleben und die es über Jahrhunderte hinweg ermöglicht haben, dass diese Geschichte nicht nur aus Religions- und imperialen Eroberungskriegen besteht, sondern auch eine des Austauschs, der gegenseitigen Befruchtung und des Teilens ist. In der Eile, den auf groteske Weise komprimierten und beschränkten Krieg, der laut "dem Kampf der Kulturen" die Realität darstellt, hervorzuheben, wird diese viel weniger sichtbare Geschichte ignoriert. Als Huntington 1996 sein Buch mit demselben Titel veröffentlichte, versuchte er, seinem Argument mehr Subtilität und viele, viele Fußnoten zu verleihen. Am Ende hatte er aber nur sich selbst verwirrt und gezeigt, was für ein schwerfälliger und uneleganter Denker er ist.
Das Grundparadigma vom Westen gegen den Rest (der Gegensatz des Kalten Krieges unter neuem Namen) blieb unangetastet, was sich, häufig heimtückisch und implizit, beharrlich in den Diskussionen seit den schrecklichen Ereignissen des 11. September zeigt. Der sorgfältig geplante, entsetzliche, aus krankhaften Motiven ausgeführte selbstmörderische Angriff und die Massentötung durch eine kleine Gruppe geistesgestörter Militanter wurde in einen Beweis für Huntingtons These verwandelt. Statt das Ganze als das zu sehen, was es ist, - nämlich die Vereinnahmung großer Ideen (ich gebrauche das Wort hier ziemlich frei) durch eine winzige Gruppe verrückter Fanatiker für kriminelle Zwecke - dozierten internationale Koryphäen, von der ehemaligen Ministerpräsidentin Pakistans, Benazir Bhutto, bis hin zu Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, über die Schwierigkeiten des Islam und benutzten, wie letzterer, Huntingtons Ideen, um sich über die Überlegenheit des Westens auszulassen, dass "wir" Mozart und Michelangelo hervorgebracht haben und sie nicht. (Berlusconi hat sich in der Zwischenzeit halbherzig für diese Beleidigung des "Islam" entschuldigt.)
Aber warum sieht man stattdessen keine Parallelen zwischen Osama bin Laden und seinen Anhängern und, zugegebenermaßen in ihrer Destruktivität nicht ganz so spektakulären Kulten wie dem Branch Davidian-Kult oder den Jüngern des Reverend Jim Jones in Guayana oder Aum Shinrikyo in Japan? Sogar die normalerweise nüchterne britische Wochenzeitschrift The Economist konnte in ihrer Ausgabe vom 22. - 28. September [2001] der Versuchung zu großzügigster Verallgemeinerung nicht widerstehen und pries Huntington überschwänglich für seine "unbarmherzigen und umfassenden, dabei doch scharfsinnigen" Beobachtungen über den Islam. "Heute", schreibt das Magazin mit ungebührlicher Feierlichkeit, "sind" laut Huntington "die ca. eine Milliarde Moslems in aller Welt 'von der Überlegenheit ihrer Kultur überzeugt und geplagt von ihrer machtpolitischen Unterlegenheit.'" Hat er eine Umfrage durchgeführt mit 100 Indonesiern, 200 Marokkanern, 500 Ägyptern und 50 Bosniern? Und selbst wenn, was für eine Auswahl ist das?
In unzähligen Editorials in allen bedeutenden amerikanischen und europäischen Zeitungen und Zeitschriften wurde zur Verbreitung dieses Vokabulars des Gigantismus und der Apokalypse beigetragen, immer mit dem klaren Ziel vor Augen, den Leser nicht zu erbauen, sondern seine Entrüstung und Empörung als Mitglied des "Westen" zu entfachen, und was wir nun tun müssen. In diesem Krieg des Westens, und speziell Amerikas, gegen alle, die ihn hassen, berauben und zerstören, wird von selbsternannten Kämpfern ganz unangebracht Churchillsche Rhetorik verwendet, wobei die komplexen historischen Entwicklungen praktisch außer Acht gelassen werden, die dieser Art von Verkürzung entgegen stehen und die sich von einem Territorium in das andere ausgebreitet haben, sich in diesem Prozess über die Grenzen hinwegsetzend, die uns angeblich in verschiedene bewaffnete Lager teilen.
Das ist nämlich das Problem mit diesen nicht sehr erbaulichen Etiketten wie Islam und der Westen: Sie sind irreführend und verwirren denjenigen, der eine ungeordnete Realität zu verstehen versucht, die sich nicht so einfach in Schubladen stecken oder festnageln lässt, wie man es gerne hätte. Ich erinnere mich an einen Zuhörer, der nach einer Vorlesung 1994 in einer Universität auf der West Bank aufgestanden war und meine Ideen als "westlich" im Gegensatz zu den streng islamischen, denen er anhing, kritisierte. Ich unterbrach ihn mit der ersten Antwort, die mir in den Sinn kam: "Warum tragen Sie Anzug und Krawatte? Die sind auch westlich." Mit einem verlegenen Lächeln setzte er sich wieder hin. Als die ersten Informationen über die Terroristen des 11. September bekannt wurden, darüber, dass sie alle nötigen technischen Schwierigkeiten gemeistert hatten, um dem World Trade Center, dem Pentagon und den Flugzeugen, die sie entführt hatten, dieses mörderische Unheil zuzufügen, kam mir dieser Vorfall wieder in den Sinn. Wo zieht man nun die Grenze zwischen "westlicher" Technologie und, wie Berlusconi es ausdrückte, der Unfähigkeit des "Islam", Teil der "Modernität" zu sein? Das ist selbstverständlich nicht so einfach. Wie unzureichend sind doch letztlich alle Etikettierungen, Verallgemeinerungen und kulturellen Zuschreibungen. An einem bestimmten Punkt treffen zum Beispiel primitive Leidenschaften und ausgeklügeltes Wissen auf eine Art und Weise aufeinander, die nicht nur eine festgefügte Grenze zwischen "Westen" und "Islam" Lügen strafen, sondern auch zwischen Gegenwart und Vergangenheit, uns und den anderen, nicht zu reden von den Konzepten von Identität und Nationalität selbst, über die man ewig uneins ist und debattiert. Eine einseitig gefällte Entscheidung, Grenzen im Sand zu ziehen, Kreuzzüge zu unternehmen, unser Gutes gegen ihr Bösen zu setzen, den Terrorismus auszurotten und, um in Paul Wolfowitzs nihilistischem Vokabular zu bleiben, Staaten gänzlich auszulöschen, macht es nicht einfacher, diese angeblichen Einheiten zu sehen. Es zeugt vielmehr davon, wieviel einfacher es ist, kriegerische Parolen auszugeben zur Mobilisierung kollektiver Gefühle, denn zu überlegen, überprüfen und zu analysieren, womit wir es in Wirklichkeit zu tun haben, nämlich der Verknüpfung unzähliger Leben miteinander, "unserer" wie "ihrer".
Zwischen Januar und März 1999 veröffentlichte der verstorbene Iqbal Ahmad im Dawn (Morgenröte; d. Ü.), Pakistans renommierteste Wochenzeitung, eine Serie von drei außergewöhnlichen Artikel, für eine moslemische Leserschaft geschrieben, in denen er das, was er die Wurzeln der religiösen Rechten nannte, analysiert. Er kritisierte sehr hart die Verstümmelungen des Islam durch Absolutisten und fanatische Tyrannen, deren Obsession für die Regulierung des Verhaltens des Einzelnen eine "auf Strafgesetze reduzierte islamische Ordnung ohne jede Menschlichkeit, Ästhetik, intellektuelle Herausforderung und spirituelle Hingabe" fordert. Das "bringt mit sich, dass ein Aspekt der Religion, meistens aus dem Zusammenhang gerissen, als absolut genommen und ein anderer völlig außer Acht gelassen wird. Wo immer dieses Phänomen auftritt, wird Religion verzerrt, Tradition herabgesetzt, der politische Prozess verdreht." Im weiteren stellt Ahmad als aktuelles Beispiel für diese Entwürdigung zunächst die umfassende, komplexe, vielfältige Bedeutung des Wortes Jihad dar und zeigt dann, dass es die derzeitige Beschränkung des Wortes auf willkürlichen Krieg gegen angebliche Feinde unmöglich macht, "das Islamische - Religion, Gesellschaft, Kultur, Geschichte oder Politik - als von Moslems über Jahrhunderte hinweg gelebt und erfahren zu erkennen". Die modernen Islamisten, schließt Ahmad, "sind an der Macht interessiert und nicht an der Seele; daran, die Menschen für politische Zwecke zu mobilisieren, statt ihre Leiden und Erwartungen zu teilen und zu lindern. Sie haben sehr eingeschränkte und zeitlich gebundene politische Vorstellungen." Die Tatsache, dass es ähnliche Verzerrungen und einen ähnlichen Fanatismus auch in den Diskursen innerhalb der "jüdischen" und der "christlichen" Welt gibt, hat das Ganze noch verschlimmert.
Eindrucksvoller als es sich die Leser Joseph Conrads am Ende des 19. Jahrhunderts je hätten vorstellen können, verstand dieser, dass die Unterschiede zwischen dem zivilisierten London und dem "Herz der Finsternis" in extremen Situationen sehr schnell zusammenbrechen und die Vertreter der europäischen Zivilisation im Handumdrehen und völlig übergangslos in die barbarischsten Praktiken zu verfallen im Stande sind. Und es war auch Joseph Conrad, der in Der Geheimagent (1907) die Neigung des Terrorismus zu Abstraktionen wie "reine Wissenschaft" (und übertragen "Islam" und "der Westen") und die völlige moralische Verkommenheit des Terroristen beschrieb.
Die Beziehungen zwischen sich allem Anschein nach bekriegenden Zivilisationen sind nämlich enger, als viele von uns glauben wollen. Sowohl Freud als auch Nietzsche zeigten auf, mit welch erschreckender Leichtigkeit oft sorgfältig gewahrte, ja sogar überwachte, Grenzen überschritten werden. Aber solche sich im Fluss befindenden Ideen voller Mehrdeutigkeiten und Vorbehalte gegenüber Vorstellungen, an denen wir uns festhalten, bieten uns kaum passende, praktische Richtlinien für Situationen wie die, mit der wir uns jetzt konfrontiert sehen. Deshalb also die auf jeden Fall mehr Sicherheit bietenden Schlachtordnungen (ein Kreuzzug, das Gute gegen das Böse, Freiheit gegen Angst etc.), abgeleitet von den von Huntington behaupteten Gegensätzen zwischen dem Islam und dem Westen, aus denen der offizielle Diskurs in den ersten Tagen nach den Anschlägen vom 11. September sein Vokabular bezog. In diesem Diskurs hat zwar seitdem eine spürbare Deeskalation stattgefunden, aber nach der gleich bleibenden Menge hasserfüllter Reden und Vorfälle zu urteilen, sowie den Berichten über die gesetzlichen Bestimmungen, deren Ausführung sich gegen die Araber, Moslems und Inder überall im Land richtet, hat sich dieses Paradigma gut eingeprägt.
Ein weiterer Grund für die Hartnäckigkeit dieses Paradigmas ist die wachsende Zahl von Moslems in Europa und den USA. Betrachtet man die heutige Bevölkerung Frankreichs, Italiens, Deutschlands, Spaniens, Britanniens, Amerikas, sogar Schwedens, so muss man feststellen, dass der Islam nicht länger nur an den Rändern des Westens zu finden ist, sondern in seinem Zentrum. Aber was ist daran so furchteinflößend? Die kollektive Kultur enthält Erinnerungen an die ersten großen arabisch-islamischen Eroberungen, die im siebten Jahrhundert begannen und die, wie der berühmte belgische Historiker Henri Pirenne in seinem herausragenden Buch Mohammed and Charlemagne (1939) schrieb, ein für alle Mal die alte Einheit des Mittelmeerraums zerbrachen, die christlich-römische Synthese zerstörten und zum Aufstieg einer neuen, von Kräften aus dem Norden (Deutschland und dem Frankreich der Karolinger) dominierten Zivilisation führten, deren Mission Pirenne zufolge die Wiederaufnahme der Verteidigung des Westens gegen seine historisch-kulturellen Feinde war. Leider lässt er dabei außer Acht, dass sich der Westen bei der Herausbildung dieser neuen Rechtfertigungslinie auf den Humanismus und Wissenschaft, Philosophie, Soziologie und Historiographie des Islam bezog, die sich schon zwischen die Welt Karls des Großen und die klassische Antike geschoben hatten. Von Anfang an also befand sich der Islam im Zentrum, wie sogar Dante, ein großer Gegner Mohammeds, anerkannte, indem er den Propheten in den Mittelpunkt seines Inferno stellte.
Dann ist da weiterhin das Erbe des Monotheismus selbst, der abrahamischen Religionen, wie sie Louis Massignon passend nennt. Angefangen beim Judaismus und Christentum ist jede Religion Nachfolgerin und verbunden mit der vorherigen; für die Moslems erfüllt und beendet der Islam die Linie der Propheten. Es gibt immer noch keine richtige Geschichte oder Entmystifizierung dieses vielfältigen Wettstreits zwischen diesen drei Anhängern des eifersüchtigsten aller Götter - alle drei Lager in sich gespalten und uneins -, obwohl heute das blutige Zusammentreffen in Palästina ein prächtiges säkulares Beispiel liefert dafür, was zwischen ihnen tragischerweise so unvereinbar ist. Es überrascht also nicht, wenn Moslems und Christen schnell von Kreuzzügen und Heiligem Krieg sprechen, wobei beide mit oft unglaublicher Unbekümmertheit die Nähe des Judaismus vergessen. Vorstellungen dieser Art, sagt Iqbal Ahmad, sind "für die Männer und Frauen, die in der Mitte des Furt festsitzen, zwischen den tiefen Gewässern der Tradition und Moderne, sehr beruhigend."
Aber wir alle, Abendländer, Moslems und andere gleichermaßen, schwimmen in diesem Meer. Und da es Teil des Ozeans der Geschichte ist, nützt es nichts zu versuchen, es umzuwälzen oder zu teilen. Wir leben in einer spannungsgeladenen Zeit, aber es ist besser, in Begriffen von mächtigen und machtlosen Gemeinschaften, säkularer Politik der Vernunft und der Ignoranz und universalen Prinzipien von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zu denken, als sich auf die Suche zu machen nach weitläufigen Abstraktionen, die zwar vielleicht momentan Genugtuung verschaffen, aber weder Selbsterkenntnis noch eine fundierte Analyse fördern. Wie "Der Krieg der Welten" ist die These vom "Kampf der Kulturen" ein Trick, geeigneter, einen defensiven Stolz auf sich selbst zu stärken denn ein kritisches Verständnis der verwirrenden wechselseitigen Abhängigkeiten unserer Zeit.

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